Zwei Spiele in einem: Leipzig landet Befreiungsschlag gegen BVB

RB Leipzig dockt wieder an den Champions-League-Rängen an. Beim zunächst souverän gestalteten 2:0 gegen den weiterhin im grauen Mittelfeld stagnierendem BVB war die Leistung aber nur bis zum zweiten Treffer ansprechend.

Entscheidender Mann in der RB-Offensive mit Tor und Vorlage: Xavi Simons. IMAGO/opokupix

Die ersten 45 Minuten beim immens wichtigen Heimspiel gegen den ebenfalls in der Bundesliga strauchelnden BVB dürften RB-Trainer Marco Rose, der selbst zuletzt in der Liga nur einen Dreier in neun Partien notiert hatte (sechs Remis, zwei Niederlagen), nahezu komplett gefallen haben.

Einziges Manko: die Chancenverwertung seiner Schützlinge, die nach dem 0:0 in SC Freiburg mit den in die Startelf gerückten Aufbauspieler Seiwald und Baumgartner deutlich offensivfreudiger daherkamen. RB übernahm so nach Abstastminuten das Kommando und erspielte sich vor allem über die linke Seite und den kaum in den Griff zu bekommenden Raum Chance um Chance. Anfangs scheiterte hier Xavi noch an Kobel (11. Minute) und Openda mit einer Direktabnahme am Querbalken (14.), wenig später war es aber so weit mit der verdienten Führung.

Xavi leitete hier selbst mit einem Steilpass für Raum ein. Dessen Torschuss konnte von Kobel noch abgewehrt, allerdings von seinen Vordermännern wie Can nicht endgültig geklärt werden. So gelangte die Kugel zu Xavi, der eiskalt zum 1:0 abzog (18.).

Erneut Aluminium – und fast das 1:1

BVB-Coach Niko Kovac, der unter der Woche noch das gefeierte 2:1 in Lille OSC im Champions-League-Achtelfinale zu verantworten hatte und dieselben elf Profis erneut auf den Rasen schickte, war in dieser Phase darum bemüht, mit Ansagen von der Seitenlinie taktisch einzugreifen. Es half aber nichts, RBL blieb weiter der Herr im Haus. Untermauert mit einem feinen Schlenzer ans linke Kreuzeck von Baku (35.), mit einem Bitshiabu-Kopfball (38.) und mit einem Xavi-Volley (42.).

Einziger Hoffnungsschimmer für Schwarz-Gelb, die zwischendurch auch noch Sabitzer mit einer eventuell schweren Knieverletzung verloren? Die Minuten vor der Pause: Hier näherte sich einerseits Beier gefährlich an (43.), ehe Adeyemi Keeper Gulacsi prüfte (45.+2).

Kobel und Co. schlucken nächstes Gegentor

Nur kurz nach Wiederbeginn war die westfälische Hoffnung auf Punkte verpufft. Und das selbst verschuldet: Nach einer Xavi-Eckballflanke nämlich stand Openda sträflich frei und schoss den Ball mit seiner sehenswerten Direktabnahme aus spitzem Winkel unhaltbar ins linke Eck (48.).

Furioser BVB belohnt sich nicht

Damit war das Spiel der Leipziger quasi beendet. Denn auf einmal rollte ein mutiger, kreativer und druckvoller BVB an und spielte die Gastgeber komplett an die Wand. Reihenweise Großchancen erspielten sich die Westfalen dabei bis zum Abpfiff, ließen aber unglaublicherweise alles liegen.

Beier scheiterte mit einem Kopfball an der Querlatte (50.), wenig später frei vor Gulacsi und zu überhastet am Pfosten (52.). Gulacsi besorgte den Rest: Der Leipziger Schlussmann, am Ende des Tages der beste RB-Profi, parierte gegen Beier (54.), herausragend beim Eins-gegen-eins gegen Guirassy (62.) und gegen Adeyemi (64.). Außerdem vergaben noch Adeyemi (55.), Brandt (60.), Groß (76.) und Gittens (78.) und Schlotterbeck (79.) mit zu ungenauen Schüssen aus teils besten Lagen.

1:0 Xavi (18′)

2:0 Openda (48′)

 

 

Stadion Red Bull Arena Zuschauer 47.800 (ausverkauft)

Und so blieb es am Ende beim für Leipzig sehr, sehr wichtigen 2:0 gegen den BVB, damit dockte die Rose-Elf wieder an den CL-Rängen an. Leipzig spielt als nächstes nach der Länderspielpause in Gladbach (29. März, 15.30 Uhr). Der BVB trifft tags darauf um 17.30 Uhr zu Hause auf Mainz 05.

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